Andres Ciccone

Andres Ciccones Kunst zeigt klare Bezüge zu künstlerischen Strömungen wie der Op-Art und der geometrischen Abstraktion und verweist dabei auf die Arbeiten südamerikanischer Kunstschaffender wie Jesús Rafael Soto und Carlos Cruz-Diez, die diese Kunstrichtungen interpretiert haben. Der in Venezuela geborene, aktuell in Portugal lebende Andres verbindet dabei kunsthistorische und aktuelle, persönliche Perspektiven zu einem eigenen Werk.

Geometrische Grundfiguren wie Punkte, Quadrate, Linien, Kreise mögen für sich genommen Stille suggerieren, erzeugen hier in ihrer spezifischen Kombination aber Bewegungen, die den speziellen, sich ständig ändernden Charakter der Landschaften Venezuelas beschreibt, von den schroffen Felsen der Anden, über die sanften Hügel der Orinoco-Ebene, bis zu den Wellen des Karibischen Meeres.

Diese Symbole verweisen auf das, was Pedro Cunill Grau in der Geogeschichte der venezolanischen Sensibilität schrieb – wie die sich ständig verändernde Landschaft des Landes durch diese territoriale Pracht einen bestimmten Charakter in seinen Bürgern geformt hat, eine Sensibilität, die große Meister der Kinetik, der Op-Art und der geometrischen Abstraktion hervorgebrachte, auf die Andres sich bezieht und deren Arbeiten ihn inspirieren.

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